Facebook und Instagram gehören zur Firma „Meta“, die eine enorme Datenbasis für Analysen nutzt und die Kommunikation von Millionen Menschen steuern kann. Auch auf X werden viele Daten gesammelt, was dem Betreiber große Macht über die Kommunikation verleiht. YouTube gehört zur Firma Alphabet, der auch die Firma Google gehört. Alle bekannten sozialen Medien sind Teil riesiger Datenmaschinerien.
Eine interessante Alternative, die nur wenige Daten sammelt und nicht zentral gesteuert wird, ist ein Zusammenschluss vieler verschiedener sozialer Medien: das sogenannte „Fediverse“. Die bekanntesten Plattformen im Fediverse sind:
• Mastodon, für Mikroblogging ähnlich wie X,
• Pixelfed, fokussiert auf Fotos wie Instagram,
• Friendica, als Facebook-Alternative,
• und PeerTube, als Alternative zu YouTube.
Das Besondere: Nutzer*innen wählen aus hunderten Anbieter*innen (Instanzen), wo sie ihren Account anlegen möchten, können aber mit allen anderen Nutzer*innen kommunizieren, sogar Plattform übergreifend. So kann beispielsweise jemand auf einem Mastodon-Account auch mit Beiträgen auf Pixelfed interagieren und z. B. Bilder kommentieren, ohne einen zusätzlichen Pixelfed-Account anlegen zu müssen. Jede Instanz hat eigene Regeln und Moderator*innen für die Inhalte, wodurch unkonstruktive Hassnachrichten besser eingedämmt werden können. Es gibt im Fediverse kaum Werbung (gehört auf vielen Instanzen zu einer der obersten Regeln) und da die Daten der Nutzer*innen nicht alle bei einem einzigen Anbieter gespeichert werden, hat niemand die Macht, durch Algorithmen die gesamte Kommunikation zu lenken.